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update reiseroute

Varkala - kanniakumari - Sushindaram - Kochi - Alleppey/hausboot/Backwater - Gokarna/Paradies - Palolem/Goa/Touristenmassen!!!! - ...am Sonntag gehts nach Mumbai... 

9.11.07 15:14


der Versuch einer Zusammenfassung

...wie die Zeit rennt...

ich weiss gar nicht, wie ich die letzten Wochen zusammenfassen koennte...

Vielleicht nur so viel...als ich in Varklala nach meinem Ashrambesuch wieder eingetroffen bin haben sich in die Dinge nur so ueberschlagen... mein anfaengliches Gefuehl der Leere, was mich ziemlich beschlichen hatte, nach den intensiven Erfahrungen im Ashram und auch der Tatsache wegen, dass ich an einen "vertrauten" Ort zurueckgekehrt bin, jedoch niemanden mehr kannte, loeste sich nach einen aeusserst skurilen Situation schlagartig in Luft auf.

1. studivz kann alles

Mein erster Weg fuehrte mich ins Internet um dievrse Photos hochzuladen und dort nahmen die Dinge ihren Lauf... Bereits vor Indien hatte ich in einer "Studivzgruppe" ueber Indien kurz Kontakt mit einem Typ gehabt, der ebenfalls zur gleichen Zeit das Land bereisen wollte. Waehrend ich noch in Bangalore war, schrieb er mir wiederum eine kurze Nachricht, dass era uf dem Weg an die Ostkueste sei, was denn meine Reiseroute sei... Letztendlich stellten wir fest, dass wir in entgegengesetzter Richtung reisen, da ich Kerala als erstes Ziel eingeplant hatte... So weit so gut... Danach hatten wir keinen Kontakt mehr, bis ich an besagtem Tag in Varkala ein wenig zerknirscht meinen Weg ins Internetcafe antrat und dort eine Nachricht im studivz von ihm vorfand. Er sei nun doch schneller nach Kerala gekommen als geplant und waere im Moment in Varkala... da das studivz anzeigt, ob jemand gerade online ist, stellte ich fest, dass die Nachricht gerad erst losgeschickt worden war... sehr strange...kurz und gut, ich habe ihm sofort geantwortet, die Nachricht hat er noch empfangen und wir haben uns zum Abendessen in einem Restaurant an den Klippen verabredet. Und als waere es nicht genug, dass wir uns ploetzlich zur gleichen Zeit am gleichen Ort gleichzeitig im Internetcafe befunden hatten, stellten wir zusaetzlich fest, dass unsere Huetten direkt nebeneinander lagen... Wie klein die Welt ist... mit ihm (Phillip) zusammen war eine sehr sehr nette (kletternde und "Patrice" hoerende :-) ) Muenchenerin unterwegs, die sich bereits in Mamalapuram getroffen hatten... Wir hatten einen echt schoenen Abend und haben recht schnell beschlossen ein Stueck zusammen zu reisen. Wie schnell sich die Dinge und Gefuehle doch aendern koennen... 

2. Kanniakumari/Sushindaram

Kurz darauf sind wir (Phillip, Anni und ich) mit ein paar anderen Leuten aus Israel und Deutschland an die Suedspitze gefahren, da dort drei Meere zusammenfliessen und der Ort ein beruehmter Pilgerort Indiens ist. Letztendlich war der Ort Kannakumari eine ziemliche Enttaeuschung, denn ausser furchtbar vielen Nippes-Staenden und haesslichen Betonbauten hat der Ort trotz seiner religioesen Bedeutung nicht viel zu bieten. Wir haben uns die Zeit also anderweitig schmackhaft gemacht und unmengen von Chai bis spaet in die Nacht in unserem wirklich verlausten Hotel getrunken und Freundschaft mit dieversen Kakerlaken geschlossen...

Frueher als geplant sind wir nach Kochi aufgebrochen und haben zum Glueck den Tipp meines Vaters und Anne wahrgenommen und auf dem Weg zum Nachtzug noch einen Tempel in dem benachbarten Staedtchen Sushindaram angeschaut. Dies war wirklich eine besondere Erfahrung. Wir erreichten die Stadt erst bei Sonnenuntergang mit einem klapprigen Localbus und wurden so gerade noch in den Tempel hineingelassen... Dort habe ich zum ersten Mal wirkliche religioese Energie gespuert. Es war absolut beeindruckend, mit welcher Hingabe die Menschen dort ihre Religion lebten. Weit und breit war kein einziger Weisser ausser uns zu sehen und nach einiger Zeit kamen wir uns fast wie Eindringlinge vor. Als Anni sagte, es waere vielleicht nun Zeit fuer uns zu gehen, sprach sie das aus, was wir wohl alle gedacht hatten.

3.Kochi

Der Nachtzug brachte uns daraufhin flott nach Kochi...flotter als wir gedacht hatten allerdings... Wir kamen leider um vier Uhr Nachts in Ernakulam (der moderne Teil Kochis) an und kein Rikschafahrer war bereit uns fuer einen halbwegs akzeptablen Preis nach Fort Kochi (die ca. 10km entfernte Altstadt) zu bringen... Es blieb uns also nichts weiter uebrig als mit den fruehaufstehenden Indern einen Chai nach dem Naechsten an einem der diversen Strassenstaende zu trinken, in der Hoffnung nicht zu schnell auf Toilette rennen zu muessen... Die Bahnhofstoiletten sind das schlimmste, was ich je gesehen habe!!!!!!! Als es daemmerte erbarmte sich dann doch ein Rikschafahrer und wir wurden holpernd in die Altstadt gefahren. Fort Kochi besitzt eine tolle Altstadt mit wunderschoenen Kolonialbauten, so dass man fast vergessen kann, dass man soch gerade in Indien befindet. In manchen Gebieten erscheinen einem die vielen Ochsenkarren fast fehl am Platz, so "unindisch" wirkte der Ort manchmal auf mich. Alles in allem habe ich Fort Kochi als eine sehr entspannte chillige Stadt erlebt, in der es sich wunderbar massieren laesst und man noch besser shoppen kann...  Zu unserem "Trueppchen" ist dort ebenfalls noch der Englaender "James" und Alex aus Bonn gestossen. Lilia, eine fantastisch deutsch sprechende Hollaenderin (Niederlaenderin), die wir zwar bereits ebenfalls in Kanniakumari kennengelernt, jedoch auch hier wiedergetroffen hatten, entschied sich ebenfalls mit uns ein Stueck zu reisen. So wuchsen wir schliesslich auf sechs Personen an und entschieden uns nach stundenlanger Reiseplanung in einem Cafe (sehr zur Belustigung unserer Nachbarn) gemeinsam ein Hausboot zu mieten, nocheinmal zwei Tage in die Backwater zu fahren und dann direkt einen Zug nach Gokarna (laut Reisefuehrer einem Strand so einsam wie Goa vor 30 Jahren) zu nehmen...

Zugfahren in Indien - oder die verzweifelte Suche nach einem Bett -

Unsere Planung erwies sich leider nur als recht unzureichend durchsetzbar, da der Zug richtung Gokarna (15 Stunden Nachtfahrt) keine freien Schlafplaetze mehr enthielt. Uns blieb als einzige Moeglichkeit ein "open Ticket" zu kaufen und in die Holzklasse ohne Reservierung einzusteigen. Die Holzklasse sind zwei wagongs an den jeweiligen Enden des Zuges, fuer die man keine Reservierung benoetigt, jedoch auch keinen Sitzplatz garantiert hat. Das Ticket ist zwar unglaublich billig, jedoch 15 Stundn eingepfercht auf dem Boden zu sitzen auch keine sehr angenehme Vorstellung... Der bahnsteig war unglaublich voll, so dass uns schon schreckliches Graute. Ohne viel weiter zu ueberlegen haben wir ziemlich spontan als der Zug einfuhr entschieden doch mal eben in die reservierte Klasse einzusteigen... (naiv naiv...) Das dies keine allzugute Idee war stellten wir dann auch schnell fest, denn auch wenn in Indien einiges ausserst kompliziert und chaotisch ist, so ist es nicht ads Zugfahren... Wenn der Schaffner sagt, es gibt keinen freien Platz, dann gibts auch meist keinen... aber wir wollten ja nicht hoeren...

Der Schaffner, der uns kontrollierte war dementsprechend wenig begeistert, als er unere nicht gueltigen Tickets kontrollierte, schmiss uns aber auch nicht direkt aus dem Abteil... Ab dem Moment ging ein Katz und maus Spiel los. Wir suchten uns freie Betten, die noch nicht belegt, oder schon wieder frei waren und versuchten den Schaffner zu beruhigen... nach kurzer Zeit waren wir im ganzen Zug bekannt, als die verrueckten Weissen, die ein freies Bett suchen Da die Holzklasse aber so ueberfuellt war, brachte der Schaffner es wohl auch nicht uebers Herz uns rauszuschmeissen, so dass wir zumindest auf dem Bodend kauernd akzeptiert wurden... nee nee nee... das war ne Nacht... Anni und ich hatten endlich ein freies Bett ergattert und versuchten Beide darauf Platz und Schlaf zu finden. Als der Schaffner schon wieder ankam und das Licht anschaltete dachten wir, dass unser Stuendchen geschlagen hatte, doch diesmal grinste er nur noch, liess uns liegen und machte das Licht schoen wieder aus...puh...               Schlagartig zuende war jedoch die Nachtruhe, als Alex auf einmal wie ein aufgescheuchtes Huhn durchs Abteil lief und nur noch "go go go go go!!!!" bruellte... Endlich eingeschlafen verschliefen wir doch glatt die Station an der wir aussteigen mussten. Ich reagierte recht schnell und fand mich auf einmal mit dem kompletten Gepaeck von Sechs Leuten mitten in der Nacht auf einem Bahngeleis mitten in der Pampa wieder, waehrend Alex, der mir das Gepaeck angegeben hatte wieder in den Zug sprintete, um den anderen beim Zusammensuchen des ueblichen "Kleinscheisses" zu helfen. Waehrend ich dort einsam und alleine mit meinen sechs Rucksaecken stand, fuhr der Zug langsam, dann aber immer schnell wieder an, von meinen Reisepartnern jedoch keine Spur... Erst am Ende des Bahngleises plumpsten nach und nach wie fallende Aepfel Stueck fuer Stueck meine Begleiter aus dem Zug! (ein Bild fuer die Goetter!!!) - Nochmal Glueck gehabt - Paradies wir kommen!!!

27.11.07 11:24





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